
Auszug aus „Polly Parker“
Polly Parker ist dreizehn, als sie ins Aurital gerät, eine Welt, in der Erinnerungen, Gefühle und Ängste lebendig werden.
Leseprobe lesen (PDF)Polly nickte zerstreut. Denn plötzlich lag über allem ein regenbogenfarbener Filter. „Ihr … ihr seid bunt.“
Selma hinter dem Tresen lachte über ihr rot-orange-gelb-grün-blau-indigo-violett gestreiftes Gesicht. „Du hast eine von den Regenbogenbomben probiert, oder?“
Kaum, dass Polly bejahte, war der bunte Schleier verschwunden. „Oh. Schon wieder alles normal“, meinte sie enttäuscht.
„Das ist immer so“, erklärte Genne. „Alles, was die Süßigkeiten wieder aufleben lassen, ist nur flüchtig und von kurzer Dauer.“
Eigentlich schade, dachte Polly und stellte sich für einen Moment vor, wie es sein müsste, dauerhaft mutig zu sein oder schon alles zu wissen, was man für die Schule brauchte, nur indem man ein Bonbon lutschte oder an einer Blume schnupperte.
