Virginia wächst bei ihren Großeltern auf einem kleinen, abgeschieden gelegenen Hof in der Alta Murgia in Süditalien auf. Die streng katholische Großmutter hat ihre eigene Tochter, Virginias Mutter, früh verloren. Seitdem kontrolliert sie Virginias Wege, Zeiten und Orte.
Virginias Bewegungsradius endet an der Gravina, einer Schlucht am Ende des Weidelandes. Dahinter erhebt sich das prachtvolle Anwesen Regia Rosae: nach außen ein Elite-Institut für junge Damen, in Wahrheit eine geheime Kaderschmiede, in der junge Frauen zu vollkommenen Gespielinnen der Weltelite geformt werden – den Donati.
Für Virginia ist die Gravina die Grenze zwischen dem Leben, das sie sich heimlich ausmalt, und dem Leben, das ihr zugedacht ist. In Letzterem lernt sie beim Brandmarken der Ziegen früh, wozu ein Zeichen auf der Haut dient: ein Lebewesen unwiderruflich als Eigentum zu markieren.
Auszug aus „The Darkest Donato“
🌶️🌶️🌶️🌶️🌶️Achtung: Diese Leseprobe enthält explizite Szenen. Für Leserinnen und Leser ab 18 Jahren.
„Du hast noch nicht begriffen, wie wenig Spielraum du gerade hast, Virginia.“
„Was … was meinst du damit?“
„Wie ich dir schon einmal sagte …“ Er tritt hinter mich und löst den ersten Riemen an meinem Handgelenk. „Die Frage war nie, ob dich jemand kontrolliert.“ Seine Finger gleiten zu meinem anderen Handgelenk, öffnen die Schnalle. Behutsam streicht er über die Stelle, an der die Manschette gesessen hat. „Sondern wem du diese Macht über dich gibst.“ Er nimmt mir die Augenbinde ab. „Du hast sie mir gegeben.“
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